Interessengruppen IG

Interessengruppen IG

Für die Wahrnehmung von Aufgaben im Rahmen der teilweise autonomen Bewirtschaftung bestehen IGs in den Bereichen Gemeinschaftsraum, Aussenraum, Siedlungswerkstatt und Dachterrasse. Zudem können Siedlungsmitglieder weitere Interessengruppen bilden.

Das Mitwirken in einer IG steht allen Siedlungsmitgliedern offen. Es erfolgt keine Wahl. Von den Mitgliedern der IGs wird erwartet, dass sie regelmässig an den Sitzungen teilnehmen. Die IGs konstituieren sich selbst und regeln ihre Arbeitsweise und den Sitzungsrhythmus selbständig.

Die IG sind mit folgenden Aufgaben und Kompetenzen betraut:

  1. Selbständige Erfüllung der Aufgaben im jeweiligen Themenbereich nach eigenem Ermessen, aber im Interesse der Siedlungsmitglieder und der Genossenschaft
  2. Verwaltung eines durch die Siedlungsversammlung bewilligten Freibetrages
  3. Bewirtschaftung von gemeinschaftlicher Infrastruktur im Rahmen der Vorgaben von Vorstand und Geschäftsstelle sowie allfälliger weiterer beteiligter Grundeigentümer und Partner
  4. Erlass von Nutzungsordnungen für gemeinschaftliche Infrastrukturen im Rahmen der Vorgaben von Vorstand und Geschäftsstelle sowie allfälliger weiterer beteiligter Grundeigentümer und Partner
  5. Kommunikation über ihre Tätigkeiten und Bestimmung einer Ansprechperson für die Siedlungsmitglieder und Genossenschafts- sowie Siedlungsorgane/die Geschäftsstelle
  6. Information der Siedlungsversammlung über ihre Tätigkeiten bei Bedarf

IG Aussenraum

Die IG Aussenraum entwickelt Projekte zur bedarfsgerechten Gestaltung des Aussenraumes und setzt diese um. Ausserdem übernimmt die IG Aussenraum diverse Aufgaben der Aussenraumpflege.

Projektbeispiel

Die Laubengänge im Innenhof des Wohnwerks Teiggi waren nach dem Erstbezug lediglich auf der einen, der Stadt Luzern zugewandten Seite, begrünt. Die IG Aussenraum erkannte das Potential, durch die Begrünung der zweiten, dem Pilatus zugewandten Seite, den Innenhof einladender zu gestalten. Es wurde die Idee entwickelt, in Eigenregie Töpfe zu giessen, aus denen heraus Pflanzen entlang einer am Laubengang befestigten Konstruktion in die Höhe wachsen können.

In Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle vom Wohnwerk wurden die erarbeiteten Pläne geprüft und verfeinert, so dass das Projekt der Siedlungsversammlung vorgestellt und von dieser erfolgreich verabschiedet werden konnte. Das Projekt wurde kurze Zeit später realisiert und wird heute von der IG als Bestandteil des Aussenraumes unterhalten.

IG Gemeinschaftsraum

Die IG Gemeinschaftsraum gestaltet und verwaltet den Gemeinschaftsraum und entwickelt Projekte zur bedarfsgerechten Gestaltung.

Projektbeispiel

Der Gemeinschaftsraum bildete ein wichtiges Zentrum für das Nachbarschaftsleben im Wohnwerk Teiggi. Es ist ein multifunktionaler Raum, in dem gespielt, gekocht und gegessen, gelesen, musiziert, gefestet und getanzt wird. Entsprechend wichtig ist es, die unterschiedlichen Anforderungen an den Raum und Bedürfnisse der Nutzenden zu berücksichtigen und das Miteinander zu regeln. Und wer kann das besser, als die Nutzenden selbst?

Auf der Grundlage der genossenschaftlichen Reglementen hat die IG Gemeinschaftsraum ein Nutzungskonzept entwickelt, in dem die wichtigsten Regeln definiert sind. Das Konzept wurde der Siedlungsversammlung vorgestellt und von dieser verabschiedet. Fortan kann dieses bei Bedarf durch die IG Gemeinschaftsraum selbstständig und jederzeit angepasst werden.

IG Kinderpartypizza

Da gerade Kinder besonders wichtig für eine bunte, lebendige und durchmischte Nachbarschaft sind, sollen auch sie in unserer Siedlung eine Plattform für Partizipation haben; oder wie sie es nennen für «Partypizza». In der IG Kinderpartypizza werden diese gesammelt und der der Siedlung mitgeteilt, eigene Projekte entwickelt, oder die IG wird bei Projekten anderer Gruppen angehört.

IG Dachterrasse

Die Dachterrasse ist neben der Bewohner*innenwiese ein wichtiges, nachbarschaftsinternes Naherholungsgebiet. Bereits im Baugesuch wurde eingeplant, dass die Dachterrasse mit einer Pergola, Mobiliar und einem Dachgarten ausgestattet werden wird. Allerdings wäre es vermessen gewesen anzunehmen, die Ausstattung der Dachterrasse ohne Mitwirkung der effektiv nutzenden Mieter*innen bedarfsgerecht zu planen. Daher wurde der IG Dachterrasse ein in den Baukosten eingerechnetes Budget zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieses Budgets hat die IG die Gestaltung der Dachterrasse in Eigenregie und dank dem in der Nachbarschaft vorhandenen Fachwissen selbständig geplant und realisiert. Fortan obliegt die Regelung der Nutzungsbedingungen der IG Dachterrasse.

Projektbeispiel

Wie im Gemeinschaftsraum treffen auch auf der Dachterrasse diverse und sich teilweise zuwiderlaufende Bedürnisse. Die IG Dachterrasse hat daher auf der Grundlage der genossenschaftlichen Reglemente ein Nutzungskonzept entwickelt und der Siedlungsversammlung zur genehmigung vorgestellt. Die Umsetzung, sowie die Vornahme allfälliger Anpassungen obliegt fortan der IG.

IG Gästezimmer

Die Teiggi verfügt über ein Gästezimmer, das von den Bewohnenden und Gewerbetreibenden tage- oder wochenweise reserviert werden kann. Es bietet Platz für zwei Personen, oder mit zusätzlichen Matratzen für vier und verfügt über eine Etagentoilette mit Dusche. Reserviert werden kann es von den Bewohnenden über das siedlungsinterne Intranet. Betrieben und organisiert wird das Gästezimmer von der IG Gästezimmer.

Projektbeispiel

Die IG Gästezimmer hat für die Nutzung und den Betrieb ein Nutzungsreglement erarbeitet. Dieses wurde der Siedlungsversammlung vorgelegt und in Kraft gesetzt. Das von der Genossenschaft Wohnwerk bereitgestellte Mobiliar wurde der IG übergeben. Fortan wird das Gästezimmer von der IG organisiert, unterhalten und betrieben.

IG Siedlungswerkstatt

Im Wohnwerk Teiggi steht allen Bewohnenden und Gewerbetreibenden eine Siedlungswerkstatt zur Verfügung. Diese ist mit allerlei Werkzeugen und Werkstoffen ausgestattet. Unterhalten und verwaltet wird die Werkstatt von der entsprechenden IG.

Projektbeispiel

Die Werkstatt ist sehr gut und breit eingerichtet; auch mit teilweise teuren und nicht ungefährlichen Werkzeugen. Um sich dies immer wieder vor Augen zu führen, hat die IG einen abschliessbaren, massiven Werkzeugschrank organisiert. In diesem sind die entsprechenden Utensilien sicher und ordentlich versorgt.

IG KOOP

Fair produzierte Lebensmittel einkaufen, gemeinsam Bio-Gemüse bestellen, Kleider tauschen; das alles und mehr organisiert die IG KOOP, bzw. der gleichnamige Verein. Er setzt sich ein für die Förderung von biologischen, fair produzierten und ökologischen Lebensmitteln, der direkten Zusammenarbeit mit Produzenten und Fairhandel, sowie die Vermeidung von Abfall- und Lebensmittelverschwendung.

Mehr Informationen unter: koop-teiggi.ch/

IG Pata Sugo

Pata sugo war ursprünglich die Bezeichnung für das genossenschaftliche Partizipationsgefäss in der Projektierungs- und Realisierungsphase des Wohnwerks Teiggi. Mit Bezug der Siedlung im Jahr 2018 bildete sich die IG Pata Sugo, welche in regelmässigen Abständen Anlässe organisiert. Ziel der IG ist es, das gegenseitige Kennenlernen und das gemeinschaftliche Zusammenleben zu fördern.

Projektbeispiel

Die Veranstaltungsinhalte reichen vom Pilzesammeln, über einen Stadtrundgang mit dem Krienser Stadtpräsidenten bis hin zum gemeinsamen Guezlen und Kochen.