Gemeinsam Stadt gestalten
Urban, lebendig, solidarisch und nachhaltig – an der Industriestrasse mitten in Luzern entsteht ein Quartier, das mehr ist als nur Wohnraum. Ab August 2026 ziehen hier etappenweise rund 500 Mieter:innen ein, um zu leben, zu arbeiten und das Zusammenleben aktiv zu gestalten. In der Werkstatt bringst du dein Velo auf Vordermann, im Gemeinschaftsraum lässt sich die Kindergeburtstagsparty feiern, und auf den teils verbundenen Dachterrassen kannst du das Quartier von oben erleben – oder einfach einen lauen Sommerabend geniessen.
Auch die Wohnungen selbst sind flexibel und anpassbar. Die Zimmer sind grosszügig geplant, sodass sich bei Bedarf eines der Schlafzimmer in zwei Räume teilen lässt. Ein Joker-Zimmer im 6. OG kann zusätzlich gemietet werden – perfekt als Homeoffice oder Rückzugsort für Teenager. Unsere fünf Wohnateliers ermöglichen es zudem, Wohnen und Werken auf zwei Stockwerken zu trennen, sodass private und kreative Bereiche ideal kombiniert werden können.
Aktuelles aus der Industriestrasse
Kooperation Industriestrasse Luzern
Hinter dem Projekt steht die Kooperation Industriestrasse Luzern (KIL) – ein Zusammenschluss von fünf Luzerner Baugenossenschaften:
- Baugenossenschaft Wohnwerk Luzern
- allgemeine baugenossenschaft luzern (abl)
- Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Industriestrasse Luzern (GWI)
- Liberale Baugenossenschaft Luzern (LBG)
- WOGENO Luzern
Gemeinsam schaffen sie hier einen neuen Stadtteil mit 14 Gebäuden, 151 Wohnungen und rund 3’000 m² Gewerbefläche – ein Quartier, das über die Stadtgrenzen hinaus Zeichen setzt. Die Siedlung setzt bewusst auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Energieeffizienz, ressourcenschonendes Bauen und eine starke Gemeinschaft stehen im Fokus. Die Kooperation steht für langfristig bezahlbaren Wohnraum, hohe Qualität und viel Raum für Mitgestaltung.
Das Projekt "mon oncle"
Der Wettbewerb für die Arealentwicklung Industriestrasse wurde im Juni 2018 abgeschlossen. Als Sieger in der Kategorie Städtebau/Aussenraum wurde das Projekt „Mon Oncle“ von Rolf Mühlethaler und Christoph Schläppi ausgewählt – es prägt die weitere Entwicklung des Quartiers.
In der Kategorie Gebäudetypologie gestalten drei Architekturbüros die einzelnen Bauten:
- Mon Oncle – rolf mühlethaler architekten ag
- LUDOVILLE – toblergmür GmbH
INDU – ro.ma roeoesli & maeder architekten
Die Industriestrasse hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Wie der Name vermuten lässt, war das Areal in der Vergangenheit ein wichtiger Standort für unterschiedliche Firmen der Industrie in der Stadt Luzern. Dies soll auch beim neuen Quartier spürbar sein. Ganz nach dem Motto: «nichts zerstören, wenn es nicht notwendig ist». So ist es das Ziel des Projekts «mon oncle», die Geschichte des Ortes in eine gemeinschaftliche und nachbarschaftliche Siedlung zu verweben.
Deshalb werden bei dieser Transformation der historischen und gewerblichen Bauten viele bestehende Elemente übernommen. Die vielfältigen, teilweise wertvollen Gebäude, Aussenräume und Bäume prägen bereits heute das Quartier. Sie bilden das «Gedächtnis des Ortes», das auch in der neuen Nachbarschaft präsent sein soll.
Von 2017 bis 2026
- ab 2026: Entwicklungsphase
- 2026–2027: Erstbezug
- 2022–2026: Bauphase
- 2022: Bewilligungsphase
- 2020–2022: Projektierung
- 2018–2020: Dialogphase
- 2018: Jurierung
- 2017–2018: Wettbewerb
Lage und Grundstück
Das Industriestrassen-Areal befindet sich mitten in der Stadt Luzern, nahe beim Bahnhof und dem See. Es liegt im südlichen Tribschen-Langensand-Quartier am Fusse des Geissensteins und grenzt an die Quartiere Hirschmatt-Neustadt und Sternmatt an. Das stadtzentrale Areal liegt nahe bei den südlichen Hügelrippen des Geissensteins und der Wartegg. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Areale der ewl, Steghof und Rösslimatt.
Das Areal wird umfasst von den Quartierstrassen Geissensteinring, Unterlachen-, Keller- und Industriestrasse. Innerhalb dieses Strassennetzes befinden sich entlang der Unterlachen- und der Kellerstrasse private Grundstücke mit älteren Mehrfamilienhäusern und einem Haus mit Alterswohnungen der Luzerner Pensionskasse. Diese Grundstücke und Häuser sind nicht im Besitz der Kooperation, werden bei der Arealentwicklung jedoch mitberücksichtigt.


